Pfarrer Stefan Hucke,

 

56 Jahre alt, verheiratet mit Christiane Hucke, 2 erwachsene Kinder (Johannes und Julia).

Vertrauen und Zeit sind die Grundkapitalien meines Dienstes als Pfarrer. Seelsorge, Unterricht und Gottesdienst sind dabei die drei Hauptfelder meiner Tätigkeit. Ich genieße die Vielfalt der Aufgaben und Möglichkeiten eines Pfarrers, die vielen Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen und -phasen, den Dialog mit Gott und den Menschen.

Ich nehme mir gern Zeit für ein Gespräch mit Ihnen. Zur Vereinbarung eines Termins bin ich am besten per Telefon zu erreichen, 06151-63212. Auch Frau Hildenbeutel im Gemeindebüro (Tel. 06151-63884) kann Gesprächswünsche an mich weiterleiten.

Wie wird ein junger Mann zum Pfarrer? Bei mir waren es drei Einflüsse, die den Wunsch in mir reifen ließen. In meiner Familie war der Gang zum Gottesdienst selbstverständlich und ich bekam zu Kirche und Gemeinde dadurch eine gute Brücke gebaut. In früher Kindheit, etwa mit 6 Jahren, gab es eine richtige Berufung durch meine Urgroßmutter. Aus Anlass eines Besuchs bei ihr in Luckau, Brandenburg, gab sie mir die Frage mit auf den Weg, ob ich nicht Pfarrer werden wolle. Diese Vision hat mich nicht losgelassen.

Später wurde ich durch die evangelische Jugendarbeit in meiner Heimatstadt Wiesbaden geprägt. Schon früh übernahmen wir Mitverantwortung für die Gruppenstunden und Freizeiten. Es war unter uns egal, zu welchem Schultyp jemand zugeordnet war. Einbringen konnten und durften sich alle. Seit einem besonderen Gottesdienst, der mich als Jugendlichen, was den Glauben betrifft, in mein Herz traf, war meine Zunge frei und gelöst, im Rahmen der Jugendarbeit Andachten und Gottesdienste zu gestalten.

Ein prägendes Erlebnis war meine erste Kirchentags-Teilnahme 1975 in Frankfurt am Main. „In Ängsten und siehe wir leben“ lautete das Motto. Ich nahm als Schüler daran teil und es öffneten sich mir „Welten“. Besonders der internationale Charakter des Glaubens und auch die Brückenfunktion des Kirchentags für die öffentliche Frage nach den Werten unserer Gesellschaft wurden mir dadurch bewusst.

Mein Ausbildungsweg als Pfarrer führte mich nach dem Abi nach Erlangen und Bochum. Das Theologiestudium war interessant, doch die intensiven Begegnungen mit Familien in einem sozialen Brennpunkt förderten in mir den Wunsch, zusätzlich Sozialarbeit zu studieren. An der evangelischen Fachhochschule Bochum habe ich, neben dem Theologiestudium an der Ruhr-Universität, dieses Studium abgeschlossen und beim Diakonischen Werk in Groß-Gerau im Bereich „Allgemeine Lebensberatung“ mein Anerkennungsjahr als Sozialarbeitet geleistet.

Am 1.September 1986 kam ich als Vikar in die Petrusgemeinde in Darmstadt zu Manfred Raddatz als Lehrpfarrer. Von Juni bis Dezember 1988 beendete ich mein Vikariat mit einem halben Jahr der Mitarbeit in der „Ökumenischen Werkstatt“ in Frankfurt, heute „Zentrum Ökumene“. Vom 1.1.1989 bis 31.10.2011 war ich Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Schaafheim, Dekanat Vorderer Odenwald.

Ich möchte auf meinem Weg als Pfarrer nicht stehen bleiben. Fortbildungen und Supervision gehören darum selbstverständlich dazu. Ein besonderes Interesse habe ich an allen seelsorgerlichen Themen, vom Einzelgespräch bis zur systemischen Begleitung von Familien oder Gruppen, an Fragen der Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit und am Themenfeld „Organisationsentwicklung, Gemeindeentwicklung und Gemeindeaufbau“.

Wer sich stark engagiertund viel mit anderen unterwegs ist, braucht auch Zeiten der Stille und der Einkehr vor Gott. Dann kann sich der innere Akku durch die Erfahrungen im Gebet wieder aufladen. In den letzten Jahren achte ich mehr als früher auf diese wichtige Ressource.

  Weihnachtsgottesdienst 2014