Die Orgel der Bessunger Kirche

 

Erbauer: Rudolf von Beckerath, Hamburg, 1967

3 Manuale

4 Setzerkombinationen

Schleifenwindladen, mechanische Spieltraktur, elektrische Registratur.

Disposition:

Pedalwerk:
Subbass 16'  Principal 8'   Oktave 4'   Nachthorn 2'   Mixtur 4f   Fagott 16'   Schalmei 4'

Hauptwerk:
Principal 8'  Rohrflöte 8' Oktave 4'  Spitzflöte 4'  Nasal 2 2/3'  Oktave 2'  Cornet 5f  Mixtur 4-6f Trompete 8'

Rückpositiv I (Süden):
Quintadena 8'  Principal 4'  Oktave 2'  Scharf 4-4f  Cromorne 8'

Rückpositiv II (Norden):
Gedackt 8'  Gedacktflöte 4'  Quintflöte 2 2/3'  Kleinflöte 2'  Terz 1 3/5'  Larigot 1 1/3'  Schwiegel 1' (Tremulant)

Vor der Kirchenumgestaltung im Jahr 1965 befand sich die Orgel in einer Turmkammer über dem Chorraum. Das zwei Quadratmeter große Loch in der Turmwand ließ nicht viel von ihrem Klang in den Kirchenraum dringen. Der Spieltisch stand auf der nördlichen Seitenempore, viel zu weit vom Werk entfernt. Die Folgen waren: schlechte Klangentfaltung, mangelnde technische Zuverlässigkeit und nur bedingte Verwendbarkeit im Zusammenwirken mit Chor und Instrumenten. Eine Übernahme des alten Spielwerks aus dem Jahr 1884 in die neugestaltete Kirche war nicht zu verantworten.

Die vergrößerte Westempore wurde als der geeignete Platz für die neue Orgel ausgewählt. Dort steht jetzt das Hauptwerk, flankiert von den beiden Pedalwerkstümen. In den Schrägteilen der Emporenbrüstung steht je ein Rückpositiv, direkt in den Raum abstrahlend. Vom Hauptwerk ertönt das gravitätisch volle Spiel, korrespondierend mit dem südlichen Rückpositiv, dessen volles Spiel zierlich ist. Auf dem nördlichen Rückpositiv werden die Soloregistermischungen gespielt, vom Hauptwerk begleitet. Das Pedalwerk übernimmt im allgemeinen den Bass. Für jedes der vier Werke gibt es im Spieltisch je eine Klaviatur, drei für die Hände, eine für die Füße. Der Spieltisch steht frei auf der Empore. Die Verbindung zwischen Tasten und Pfeifen ist rein mechanisch, die Register werden elektrisch betätigt. [Horst Bauer, Auszug aus einer Festschrift aus dem Jahr 1967]

                                                                     

Hier ein kurze Hörprobe..... aber noch besser klingt es Sonntags im Gottesdienst :-)

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aus der CD Feierlicher Dialog, eingespielt unter anderen von unserem Kantor Herrn Joachim Enders.